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Ergotherapie - Fallbeispiele

Was Ergotherapie in der Geriatrie bedeutet

Ergotherapie in der Geriatrie wird bestimmt durch Erkrankungen, die - durch den Altersprozess bedingt - einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Die typischen Krankheitsbilder sind neurologische Erkrankungen, dementielle Erkrankungen, degenerative und rheumatische Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems, Zustand nach Frakturen, Amputationen, Depression, Psychose und Neurose.
Mehrfacherkrankungen (Multimorbididät), akute und chronische Krankheitsbilder und äußere Einflüsse wie die Veränderungen in der Wohnsituation und im sozialen Umfeld, bestimmen die Maßnahmen. Durch altersbedingte Funktionseinschränkungen befindet sich der alte Mensch in einem labilen Gesundheitszustand. Jede zusätzliche Krankheit ist eine massive physische, psychische und soziale Belastung. Ergotherapie stellt sich diesen Besonderheiten in der Geriatrie, um die größtmögliche Selbständigkeit im Alltag zu erhalten. Dazu ist es unbedingt notwendig, verloren gegangene Funktionen wieder aufzubauen und vorhandene Fähigkeiten zu erhalten.

Fallbeispiel Geriatrie

Frau U. ist in ihrer Wohnung gestürzt und nach einem Krankenhausaufenthalt wieder zu Hause. Sie ist beim Laufen unsicher und daher sturzgefährdet. Deshalb versucht sie, sich an den Möbeln festzuhalten. Auch geht sie nicht mehr zum Seniorentreff. Sie fühlt sich „schlapp“, kann auch nicht mehr am Herd hantieren. Alles wird beschwerlich und am liebsten würde sie den Tag nur noch im Sessel verbringen. Sie beginnt sich zu vernachlässigen. Vom behandelnden Arzt erhält sie jeweils ein Rezept für Ergotherapie und eins für Physiotherapie.

Wie die Ergotherapie helfen kann

Durch gezielte ergotherapeutische Konzepte und in Zusammenarbeit mit der Physiotherapie erreichten wir eine allgemeine Aktivierung und Stärkung der Muskulatur. Dadurch wurde die Sturzgefahr gemindert, zusätzliches Training mit einem Rollator gab Sicherheit außerhalb des Hauses.
Frau U. kann wieder allein einkaufen und zum Seniorentreff gehen, einen Teil der gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen und ihren Tag selbst gestalten.
In Absprache mit Angehörigen und Pflegedienst konnte in diesem Beispiel die Hilfe langsam zurückgenommen werden.

Was die allgemeinen Therapieziele sind

In der eigenen Wohnung zurechtkommen, Körperpflege selbst übernehmen, wieder selbst Essen zubereiten können, selbst unterschreiben können, sich auf die Straße trauen, wieder aus dem Stimmungstief herauskommen, kurzum: sich betätigen, handeln, etwas aktiv tun können – dies sind Therapieziele zur Unterstützung der Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit.

Was behandelt worden ist

  • Sensomotorisch-funktionelle Fähigkeiten für Bewegung, Ausdauer, Geschicklichkeit und Körperwahrnehmung
  • Anleitung zur Selbsthilfe und Fortbewegung (Training mit Hilfsmitteln)
  • Beratung - auch der Angehörigen - bei der Wohnraumanpassung (z. B. Stolpergefahren erkennen und beseitigen)

Welche Therapiemethoden von uns angewendet werden

  • Bobath
  • Affolter
  • Kognitives Training nach Ripling, Frostig, V. Schweizer
  • Sensibilitätstraining
  • Hirnleistungstraining
  • Gesprächsführung

Was Ergotherapie in der Pädiatrie bedeutet

Ergotherapie in der Pädiatrie wendet sich an Kinder vom Säuglings- bis zum Jugendalter, wenn ihre Entwicklung verzögert ist oder sie in ihrer Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit ingeschränkt sind. Die Ursachen hierfür sind entweder angeboren oder liegen in früh erworbenen Störungen des Bewegungsablaufs, z. B. infolge von:

  • Hirnschädigungen oder Entwicklungsstörungen
  • Sinnesbehinderungen
  • Störungen in der Wahrnehmungsverarbeitung
  • Störungen in der Sozialentwicklung
  • Störungen in der Kommunikationsfähigkeit
  • geistigen Behinderungen und psychische Erkrankungen

Fallbeispiel Pädiatrie

„Och, das ist mir zu anstrengend. Ne, die anderen sind mir immer zu wild. Ich habe keine Lust.“
Dies sind typische Aussagen von Kindern, die sich nicht gerne bewegen, die ruhige Spiele bevorzugen. Sie zeigen wenig Bewegungsfreude und sind unsicher, wenn sie z. B. klettern sollen. Der Übergang von der Leiter zur Rutsche scheint zum großen Hindernis zu werden. Der Ein-Bein-Stand ist kaum ausführbar, Reaktionen sind langsam. Besonders auffallend beim Stolpern ist: Die Kinder fallen häufiger, da sie sich nicht schnell genug auffangen können. Finger und Hände wirken kraftlos, beim Malen und Schreiben ist die Stifthaltung verkrampft. Sie basteln ungern. Die Aussprache ist zuweilen undeutlich verwaschen. Die Kinder haben häufiger als andere Kinder Haltungsschäden, Knick- und Senkfüße.

Wie die Ergotherapie helfen kann

Grundsätzlich sollen alle angebotenen Aktivitäten für das Kind in einem sinnvollen Handlungszusammenhang stehen. Der tatsächliche Entwicklungsstand des Kindes ist die Grundlage aller Maßnahmen. Dafür werden durch spezielle Testverfahren die geistigen, emotionalen und körperlichen Fähigkeiten und Defizite des Kindes erfasst.

Was die Therapieziele sind

Das Therapieziel unseres Beispielkindes ist die ausreichende, sensorische Integration, entsprechend dem Entwicklungsstand.
Anzeichen für eine gute Integration der Sinne sind Freude an der Bewegung, freiwillige Anstrengung, Temposteigerung, Entdeckungslust, Koordination, Leichtigkeit in der Bewegung und Selbstsicherheit.

  • Stärkung der Selbstwahrnehmung
  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Koordination, Aufbau der Muskelspannung
  • Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen/sensorische Integration und Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas
  • Entwicklung und Verbesserung von Ausdauer
  • Entwicklung und Verbesserung der sozialen Kompetenz
  • Verbesserung der Graphomotorik

Die Beratung der Eltern und die intensive Zusammenarbeit mit ihnen und anderen, die das Kind betreuen, sind unabdingbarer Bestandteil der Behandlung, um die Therapie aktiv zu unterstützen.

Um die schwache Mundmotorik zu verbessern wird die Logopädie mit einbezogen.

Welche Therapiemethoden angewendet wurden

  • Sensorische Integrationstherapie nach J. Ayres
  • Affolter
  • Kinesiologie
  • Schreibtraining
Öffnungszeiten
Mo. - Fr.: 08:00 - 19:00 Uhr
Sa.: 09:00 - 13:00 Uhr
oder nach Vereinbarung
Kontakt
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